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8. Zusammenfassung und abschließende Bemerkungen Nachdem im ersten und zweiten Teil der Arbeit gestörte Beziehungen zur Umwelt für Sucht verantwortlich gemacht wurden, konzentrierten sich die Präventionsvorschläge auf die Person, und hier besonders auf den Körper als Träger der Person. Dabei wurde die sexuelle Identität als diejenige Instanz benannt, die für die Außenbeziehungen einer Person zuständig ist. Es wurde daher für eine Sexualerziehung plädiert, die die Körperlichkeit und Geschlechtlichkeit des Menschen bejaht und kultiviert. Sexualerziehung beinhaltet dabei Maßnahmen, die in der Pädagogik, meist unter anderem Namen, als allgemein wichtig für die Entwicklung der Person gesehen werden und vor allem Spiele mit Körperkontakt, Übungen zur Wahrnehmung des Gegenübers und Rollenspiele umfassen. Auch die übrigen Präventionsvorschläge nehmen starken Bezug auf den Körper, vor allem sensorische Erziehung und Kommunikation. Das Körperschema scheint mir eine grundlegende Größe im Zusammenhang mit der Sucht zu sein. Auf Körperschema und sexueller Identität wurde eine Argumentation aufgebaut, die befriedigende Beziehungen, Gemeinschaft und Kommunikation für Voraussetzungen suchtfreien Lebens und grundlegende Elemente der Suchtprävention in der Schule hält. Besondere Bedeutung wurde einem authentischen Lehrerverhalten beigemessen. Es zeigte sich, daß die traditionellen Inhalte der Pädagogik, also die Vermittlung kognitiver, emotionaler, sozialer und moralischer Kompetenz, ebenfalls süchtigem Verhalten vorbeugen, indem sie Voraussetzung für befriedigende Beziehungen, Gemeinschaft und Kommunikation sind. In dieser Arbeit habe ich eine streng personale Sicht der Sucht vertreten. Andere Autoren richten ihr Augenmerk eher auf defizitäre umweltliche Bedingungen, z.B. Jugendarbeitslosigkeit. Sucht scheint ein Thema zu sein, das niemanden unberührt läßt, sondern zu entschiedener Stellungnahme herausfordert, ein Zeichen, daß Sucht sehr tiefe seelische Wurzeln hat. |
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